Hold’Em Regeln
Regeln von Texas Hold’Em
Hold’Em ist ein relativ einfach zu lernendes Spiel, d.h. die Regeln sind einfach zu lernen:
Jeder Spieler bekommt verdeckt zwei Karten aus dem 52er-Kartendeck, auch Hole Cards genannt. Zusätzlich werden im Verlauf eines Spiels fünf Karten offen in die Mitte des Tisches gelegt, die Community Cards (etwa Gemeinschaftskarten), welche von allen Spielern genutzt werden können, um zusammen mit ihren jeweiligen beiden Karten eine möglichst gute Fünf-Karten-Hand zu bilden. Es werden lediglich die 5 besten Karten gezählt. Besteht das beste Blatt bspw. aus den 5 Community Cards sind die eigenen Karten nichts mehr wert! Der Ablauf eines Spiels gestaltet sich dabei wie folgt:
Die beiden Spieler links vom Geber zahlen die Blinds, wobei der erste den Small Blind (Hälfte des Big Blind) und der zweite den Big Blind bezahlt. - Danach werden die “Pocket Cards” ausgeteilt, worauf die erste Setzrunde beginnend mit dem Spieler links vom “Big Blind” startet. Hier wird im Uhrzeigersinn nacheinander gesetzt. Will ein Spieler weiter im Spiel bleiben, muss er mindestens den bisher höchsten, in der jeweiligen Setzrunde gebrachten Einsatz bringen (”call”). Die zweite Möglichkeit ist das Erhöhen des Einsatzes (”raise”). Sieht der Spieler mit seinen Karten keine Gewinnchance, kann er aussteigen (”fold”). Eine vierte Möglichkeit ist das so genannte “Checken”. Der Spieler, der checkt, bringt keinen Einsatz, bleibt aber im Spiel. Das Checken ist solange möglich, bis der erste Spieler einen Einsatz bringt. Nun müssen alle Spieler, die vorher gecheckt haben, den gleichen Einsatz bringen (”call”), erhöhen (”raise”) oder aussteigen (”fold”). Checken alle Spieler am Tisch in einer Setzrunde, so endet diese Runde ohne Einsatz. Das “Checken” ist auch schon in der ersten Runde möglich, allerdings nur für den Spieler, der den “Big Blind” gebracht hat, wenn alle Spieler vor ihm lediglich “callen”. Diese Feinheit wird oftmals übersehen. Jede Setzrunde ist beendet, wenn alle noch verbleibenden Spieler den gleichen Einsatz in den Pot gezahlt haben.
Nach der ersten Setzrunde legt der Geber die ersten drei Gemeinschaftskarten, auch “Flop” genannt, offen aus, und die zweite Setzrunde startet. Danach gibt es die vierte offene Karte, den so genannten “Turn”. Darauf folgt wiederum eine Setzrunde.
Schließlich wird die letzte offene Karte ausgelegt, der “River”, und es folgt die letzte und das Spiel beschließende Setzrunde. Bei festen Einsätzen ist normalerweise in den letzten beiden Setzrunden der Einsatz im Vergleich zu den ersten beiden Setzrunden verdoppelt.
Hold’em wird in den Varianten “No Limit”, “Pot Limit” und “Limit” gespielt. Bei “Limit Hold’em” kann immer nur ein festgelegter Betrag geboten beziehungsweise um ihn erhöht werden. Dieser Betrag entspricht in den ersten beiden Bietrunden (vor dem “Flop” und nach dem “Flop”) dem “Big Blind” (”Small Bet”). In den Runden nach dem “Turn” und nach dem “River” wird meist (aber nicht zwingend) der doppelte Betrag verwendet (”Big Bet”). Meist darf bei Limit-Spielen pro Bietrunde nur viermal geboten oder erhöht werden.
Anmerkung: Die Regeln, welche hier erläutert wurden, beziehen sich auf Fixed Limit Hold’Em. Zusätzlich gibt es noch No-Limit und Pot-Limit. Die Regeln für diese Spielvarianten werden hier jedoch nicht erläutert!