online poker
Jul 04

Heute startete das wohl wichtigste Turnier der Pokerwelt: Das Mainevent der World Series of Poker.

Insgesamt 1.297 Spieler sind am ersten von vier Starttagen (Tag 1A) beim Turnier dabei. Darunter auch einige bekannte deutsche Pokerspieler, wie etwa Katja Thater oder Jan van Halle, sind am ersten Tag mit von der Partie.

Insgesamt nehmen 6.844 Personen an dem Turnier teil, welche alle ein Buy-In in Höhe von 10.000$ entrichten. Der Sieger erhält dabei 9.119.517 $, bezahlt werden die ersten 666 Plätze.

Update:

Nach dem ersten Spieltag sieht es folgendermaßen aus:

636 überstehen den ersten Tag, wobei der vorläufiger Chipleader Mark Garner ist. Mit 194.000 Chips liegt er knapp vor Brandon Adams (176.450). Zahlreiche professionelle Spieler sind nach dem ersten Tag jedoch schon ausgeschieden. Darunter fallen auch sehr bekannte Größen wie Dan Harrington. Ebenfalls schlecht sieht es für Katja Thater und Jan van Halle aus. Beide sind nach dem ersten Tag bereits ausgeschieden. Bester deutscher Spieler ist derzeit Thomas Richter mit 96.550 Chips.

Jun 26

hat mal ein Lied gesungen, das hiess “The Times They Are a Changing”. Das habe ich mir auch gedacht, als ich die letzten Tage gespielt habe. Manchmal ist es an der Zeit etwas an seinem Spiel zu aendern.

Nachdem ich in den letzten Wochen wieder angefangen habe zu spielen, ging es stetig bergab. Ich werde mich hueten, und behaupten, es war alles Pech. Das waere naemlich gelogen. Ich habe in den letzten Tagen dann auch mal die Haende revue passieren lassen, in denen ich die groesseren Summen verloren habe, und musste feststellen, dass ich in etwa 20% der Faelle das Geld reingestellt habe, obwohl ich Underdog war. Die meisten Situationen waren Geschichten, in denen ich meine JJ oder QQ nicht folden wollte, oder in denen Villain bereits ein Set hielt, oder ich das Board nicht gut gelesen hatte (Ein Fehler, der vermutlich am Multi-Tabling liegt, obwohl 4 Tische nicht wirklich viel sind). In dem Grossteil der Situationen bringe ich mein Geld aber als Favorit rein und muss dann entweder callen, weil ich mich zuvor comitted hatte, und mein Gegner seinen Draw gegen jede Vernunft gejagt hat, oder das Setup sich so dermassen uebel aendert, dass ich doch folden muss.

Wie auch immer. Ich habe etwa ein Viertel meiner BR verloren, und bin ziemlich gefrustet, zumal es nun seit Anfang des Jahres bestaendig down geht, mit zwischenzeitlichen guten Phasen. Also, was tun? SH scheint nunmal nicht meine Domaene zu sein, was sich mit dem ewigen Verlieren als Favorit nicht gut versteht. Also was tun?

Richtig auscashen und von vorne beginnen. Das heisst ganz konkret bei mir, ich kehre zurueck zu Short-Stack-Poker. Mit dieser Variante habe ich viel gewonnen zu Beginn meiner “Karriere”. Ich weiss, dass man als Shortstackler oft nicht gern gesehen und auch ausgelacht wird. Aber so habe ich die Moeglichkeit, mich wieder mehr mit der Theorie des BSS-Spiels zu beschaeftigen, ohne meine eigenen Ideen immer mit einzubauen in mein Spiel, was vor allem postflop immer fuer haarige Situationen gesorgt hat. So spiele ich nun also NL50 FR mit kleinen Stacks. Ausserdem werde ich in naher Zukunft wohl mal ein neues Projekt angehen, das mein Namensvetter hier ebenfalls angegangen ist.: ein BR-Building mit Beginn bei 50$. Allerdings werde ich - anders als er - NL spielen, und auf NL10 mit der SSS beginnen. Ich weiss nur noch nicht bei welchem Anbieter.

Bevor ich nun schliesse ein kurzer Rueckblick auf die ersten  900 HAende heute mit der SSS.

Ich habe - o wunder - verloren. Insgesamt ca. 2 Stacks. Ich habe in exakt 9 Situationen mein Geld als Underdog reingestellt. Und jetzt kommt der Hammer. In diesen 9 Situationen hatte ich 9 mal JJ. Wenn ich so drueber nachdenke ist es einfach nur lustig. Zum einen kann ich froh sein, dass ich in nur900 Haenden so oft eine verhaeltnismaessig gute Starthand bekomme. Und injeder einzelnen dieser Spots sitze ich in den Blinds oder in LP. Und in jeder einzelnen Situation wird relativ direkt vor mir geraist. Ich reraise jedes Mal und dann auch direkt All-In fuer meine knapp unter 15-20BB. Alles andere macht nicht viel Sinn. So wie ich es gelernt habe. Und jedes Mal werde ich gecallt. Soweit ist ja noch alles gut und unspektakulaer. Aber jetzt: Mein Gegner dreht jedes Mal, aber auch wirklich JEDES MAL, KK um und ich verliere meinen kleinen Stack.

Da kann man nur noch  drueber lachen.

Ich werde euch auf dem Laufenden halen.

In diesem Sinne…

Ein schoenes Wochenende und Deutschland wird Europameister

Jun 13

Wie nun der Spiegel berichtet wurde das Konto eines deutschen Pokerspielers beim Pokeranbieter gesperrt und das Geld, ein Betrag in Höhe von 280$, vom Anbieter eingezogen.

In der offiziellen Begründung hieß es, der Spieler habe gegen die AGB verstoßen, der Spieler vermutet, dass ein Log-In im Urlaub dafür verantwortlicht sei. Der Kundendienst blockte ab lediglich ab und zeigte sich unkooperativ: “Sie meinten nur, ich hätte gegen die AGB verstoßen und die Entscheidung sei endgültig. Immer derselbe Text. Da der Firmensitz irgendwo auf Gibraltar ist, muss man auch keinen Gedanken daran verschwenden, rechtliche Schritte einzuleiten.”

Verboten oder nicht?

Laut dem Hamburger Anwalt Martin Bahr, Experte für Glücksspielrecht und das Recht der Neuen Medien, sei Glücksspiel bei einem Anbieter mit mehr als 50 Cent Einsatz strafbar.

Die Online-Casinos sehen dies natürlich anders. Das Ongame Network (Europoker, Pokerroom) gegenüber SpiegelONLINE: “§ 284 StGB ist nicht anwendbar, weil es sich bei der von uns angebotenen Poker-Variante um Texas Hold’em handelt und diese Poker-Variante rechtlich als Geschicklichkeitsspiel und damit nicht als (unerlaubtes) Glücksspiel anzusehen ist.”

Bisher liegen noch keine Gerichtsurteile vor, welche die Situation rechtlich eindeutig regeln könnten. Die Staatsanwaltschaft sei ohnehin schon überlastet und im Bereich der Glücksspiele hätten illegale Sportwetten und Pokerturniere vor Ort vorrang vor Onlinezockern. Zudem wäre es möglich, dass der Glücksspielvertrag gegen EU Richtlinien verstoße und somit auch das Verbot rechtswidrig wäre. Eine Entscheidung hierzu ist ebenfalls noch nicht getroffen worden.

Jun 11

Wie Yahoo nun berichtet, hat der Oberverwaltungsgerichtshof (OVG) des Landes Nordrhein-Westfalen das Pokerverbot aufgehoben. Am Dienstag teilte das Gericht mit, dass die Richter dem Einspruch diverser Veranstalter recht gaben.

Das Verbot von Pokerturnieren sei “voraussichtlich rechtswidrig” und Poker “kein verbotenes Glücksspiel”, so das Gericht. Ein verbotenes Glücksspiel bestehe erst wenn es der Fall sei, “dass die Spieler einen Spieleinsatz zahlen, aus dem die Gewinnchance des Einzelnen”. Da es sich bei einer erhobenen Teilnahmegebühr von 15 Euro jedoch nicht um “Finanzierung der Gewinne”, sondern um eine “Deckung der sonstigen Veranstaltungskosten” handle, sei der Tatbestand des verbotenen Glücksspiels nicht erfüllt, so die Argumentation des Gerichtes.

Ob dieses Urteil Auswirkungen auf die Verbotspläne anderer Bundesländer haben wird, wird sich zeigen. Ungeachtet wird es sicherlich nicht bleiben.